Tuesday, October 02, 2007

Bangkok

Eine echt krasse Stadt!
Man ist erst einmal erschlagen von den vielen Eindruecken, die auf einen einstuerzen. Es ist so ganz anders als die australischen Staedte, die gegen Bangkok sehr (!!) geordnet wirken.
Hier tobt das Chaos und trotzdem finden sich die Menschen zurrecht, wirken nicht so gestresst wie die Westler.

Man ist irgendwie fasziniert von den Menschen, die wie die Ameisen durcheinanderwuseln, dem Strassenlaerm der Autos und der vielen Mopeds, bzw. tuk tuks, die sich in halsbrecherischem Tempo und Fahrstil durch die Sttrassen schlaengeln, die vielen verschiedenen Geraeusche und Gerueche...
Gestern morgen habe ich mir also erst einmal einen Reisefuehrer besorgt, weil ich mir ohne doch etwas verloren vorkam, vor allem kulturell gesehen. Reisefuehrer kann man hier fast an jeder Strassenecke kaufen, sie sind zwar gebraucht und nicht die neuste Auflage, dafuer aber um den halben Preis und sogar in deutsch.

Dann gings mit dem tuk tuk (das ist ein dreiraedriges Motorrad mit einer Sitzbank hinten) durch die Stadt - eine sehr spannende Angelegenheit.
Es ist zwar nicht die Sicherste, aber sicherlich die schnellste und billigste Moeglichkeit, von A nach B zu kommen.

Allerdings muss man darauf gefasst sein, dass die tuk tuk Fahrer einen zu besonders teuren Laeden fahren, auch wenn man nicht darum gebeten hat. Sie bekommen Provision fuer jeden abgelieferten Touri. Ich wusste das schon von meiner Schwester und habe mich geweigert reinzugehen. Leider wars dann vorbei mit der thailaendischen Froehlichkeit :-).
Naja, man muss halt auch sehen, dass die meisten eine grosse Familie zu versorgen haben.

Abends habe ich im Hotel ein neuseelaendisches Paerchen und einen Kanadier kennengelernt und zusammen haben wir das Nachtleben Bangkoks erkundet - auch sehr spannend!
Man lernt beim
Reisen, vor allem wenn man alleine unterwegs ist, schon sehr viele interessante Menschen kennen. Shawn, der Kanadier, ist schon seit Jahren in aller Welt unterwegs, unter anderem hat er auch mal zwei Jahre in Deutschland gelebt und studiert.
Er ist sehr an christlicher Theologie interessiert und ich hatte ein total interessantes Gespraech mit ihm ueber die Reformation, die Unterschiede zwischen Calvin und Luther usw. Er hat mir in Bezug auf einige Jahreszahlen auch wieder auf die Spruenge geholfen (schon erstaunlich was man alles lernt, um es anschliessend wieder zu vergessen :-)).

Ich war fasziniert davon, wie viel er ueber das Christentum und den Glauben an Gott wusste, er war mir in Sachen Kirchengeschichte sicherlich einiges ueberlegen, aber gleichzeitig war ich traurig darueber, dass er zwar viel ueber Gott wusste, ihn, den Vater, aber trotzdem nicht kannte...

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