Wednesday, August 22, 2007

fine then...

Da bist du doch echt mitten im Nichts zwischen sugar cane Feldern und Schmutz und dann erwischen dich die copper ohne Gurt...225 $ (!!!!)
Lena hat auch einen "fine" bekommen wegen schmutziger Nummernschilder oder so.
Tja, die ersten Tage werde ich wohl fuer den schoenen australischen Staat arbeiten duerfen...

Saturday, August 18, 2007

Great Barrier Reef

Trotz der riesigen Entfernungen, ist selbst die australische Welt ziemlich klein...
so habe ich doch tatsaechlich zufaellig Valerie und Fabien in Cairns wiedergetroffen. Ich war mit ihnen in Bundaberg im selben Hostel.

Das fand ich echt total schoen, da ich mich mit Valerie super verstanden habe und sie mir eine gute Freundin geworden ist.
Gestern waren wir zusammen am Great Barrier Reef schnorcheln und ich kann euch sagen...es war sowas von schoen!!!!!!

Es ist wie in einer anderen Welt und man koennte stundenlang im Meer liegen und nach unten schauen. Man kommt echt aus dem Staunen nicht mehr raus. So viele verschiedene Formen und Farben....einfach nur genial!
Und wir haben wieder Wale gesehen, dieses Mal ganz nah!
Es ist unbeschreiblich und die sind ja echt sowas von riesig! Zuerst dachte ich, das sei ein Fels, weil er sich gar nicht bewegt hat im Wasser, aber dann kam eine Fontaene aus dem Fels =)
und der Fels hatte auch noch einen kleinen Babyfels bei sich!
Man kann echt gar nichts mehr sagen, nur noch schauen und staunen...


Ja, und da meine finanziellen Mittel demnaechst ziemlich zu Neige gehen, muss ich die naechste Zeit erst einmal arbeiten.
Ich habe mich entschlossen nach Bundaberg zu Lena und Tracy zurueckzugehen, da in Cairns jobtechnisch nicht so viel los war. Ich kann dort wieder wohnen und mit Lena zusammen arbeiten gehen. Sie hat mir einen Job auf der Farm vermittelt, auf der sie auch arbeitet.
Das ist echt genial und morgen geht es auch schon los mit Zuchinipacken
(ich hatte keine Lust wieder 21 Stunden im Bus zu sitzen, also habe ich heute den Flieger nach Brisbane genommen und werde nacher mit dem Bus nach Bundaberg weiterfahren).
So long. Take care!

Wednesday, August 15, 2007

Kulturschock

Es ist schon komisch...ich war ja nur zwei Wochen in Ost Timor, aber irgendwie habe ich das Gefuehl, ich komme hier in Australien, oder ueberhaupt in der "westlichen Welt", gerade nicht mehr klar... all die vielen Touristen in Cairns... der ganze Konsum...der Lebensstil der Menschen, der Ueberfluss...das alles geht mir gerade ziemlich auf die Nerven.

Vielleicht ist das nur eine Phase, oder ich habe die Eindruecke noch nicht ganz verarbeitet...jedenfalls bin ich gerade an einem Punkt, an dem ich ueberlege, wie es so weitergeht und ich bin noch relativ unschluessig...

Trotz allen Gruebelns und nicht genau wissen wie weiter, darf ich die wunderschoene Landschaft geniessen.
Gestern habe ich mir das Cape Tribulation, noerdlich von Cairns angeschaut und den Dain Tree Nationalpark...wirklich sehr schoen!

Hier ein paar Eindruecke...
Krokodile gibt es hier ueberall. Dieses war ca. fuenf Meter lang. Die Einheimischen sagen, dass man noerdlich von Townsville moeglichst nicht in seichten Gewaessern, wie Fluessen und Seen schwimmen soll. Es sind schon einige Leute gefressen worden, darunter auch zwei deutsche Backpacker(innen), die die Warnungen einfach nicht ernst genommen haben...

...im Regenwald...






Ein
sogenannter Mangrovenwald. Die Baeume strecken ihre Wurzelenden aus dem Wasser, das sieht dann aus wie viele, kleine Schnorchel...echt witzig. Durch den Schlamm wird das Wasser, das die Berge runterkommt gefiltert, bevor es in das Great Barrier Reef weiterfliesst...so wird das Reef auf natuerliche Art und Weise sauber gehalten...echt clever!
Ohne diese Mangroven gaebe es kein Great Barrier Reef...


Der Strand am Cape Tribulation

Sunday, August 12, 2007

Timor Leste

Ein echt krasses Land! Und eine krasse Erfahrung!
Die zwei Wochen bei Andrea sind wie im Flug vergangen und es kam mir gleichzeitig so viel laenger vor, als ob ich Monate dort gewesen waere...
Es gibt viel zu erzaehlen und ich habe die ganzen Eindruecke selbst noch nicht so ganz verdaut.
Andrea hat mich also vom Flughafen abgeholt und von dort ging es gleich zu Esperanca.

Das ist das Projekt, in dem Andrea mitarbeitet. Die fuenf anderen Teammitglieder kommen aus Korea, Indonesien und Brasilien und sind mit der Missionsgesellschaft WEC (Weltweiter Einsatz fuer Christus) in Timor.
Angefangen hat das Projekt mit ca. 30 Kindern, mitlerweile kommen ueber 300 Kids zwischen 2 und 17 Jahren im Laufe einer Woche zu Esperanca, das ist echt toll!
Esperanca bietet Kinderprogramm, Kinderbetreuung (eine Art Schule, in der Faehigkeiten wie puzzeln, malen, bauen, basteln etc. gefoerdert werden), eine Tanzgruppe fuer Maedels, Gitarrenunterricht, Englischunterricht, Computerkurse etc. an.









Hier waren dieMaedels mit ihrer Tanzgruppe von einer Schule eingeladen worden. Die Kids waren ganz begeistert von ihren Taenzen, die sie sich uebrigens selbst ausdenken...








Man muss sich das so vorstellen, dass die aeusseren Bedingungen fuer die Timoresen sehr schlecht sind. Z.B. besteht die oertliche Grundschule aus ein paar Baenken und Stuehlen und das wars, keine Schulmaterialien, keine Buecher, keine Hefte, kein Lehrplan, kaum Lehrer.
Jeder vorhandene Lehrer unterrichtet eben so, wie es ihm oder ihr in den Sinn kommt.
Nach bestem Wissen und Gewissen halt.

Esperanca ist eine echt tolle und wichtige Arbeit, die die timoresischen Kinder und auch die Eltern sehr lieben.


Eine Familie in Timor hat im Schnitt so um die 10 Kinder und die Bedingungen, unter denen sie leben sind nicht gerade toll.







Die Kinder spielen oft im Muell



Ein timoresisches Klo

Selbst in der "Hauptstadt" Dili laufen ueberall Tiere rum. Auf der Hauptstrasse trifft man Schweine, Ziegen, Hunde, teilweise Kuehe, Huehner...
Andrea hat auch viele Haustiere (Ameisen, Kakerlaken, Eidechsen, Maeuse, Moskitos, zwei Hunde und eine Katze :-)).

Aufgrund der Geschichte Timors gibt es viele Gruppen, meistens nach Distrikten aufgeteilt, die sich gegenseitig bekaempfen. D.h. viele Haeuser wurden und werden immer noch abgebrannt, ganze Stadtteile sind zerstoert und viele Menschen leben in Fluechtlingslagern.
Andreas Nachbarhaus ging auch eines Nachts in Flammen auf.

Letztes Jahr waren die Kaempfe und Angriffe so schlimm, dass alles Auslaender das Land verlassen mussten, ein brasilianischer Missionar kam dabei ums Leben.

Dieses Jahr waren die Wahlen zu einem neuen Parlament. Als ich kam, stand die Wahl zum Premierminister an und Ergebnisse waren noch nicht bekannt gegeben.
Als sie veroeffentlicht wurden, war eine Gruppe ueber den Ausgang so wuetend, dass es zu Ausschreitungen kam. Leider ging es auch gegen Auslaender. UN- Autos wurden demoliert und mit Steinen beschmissen etc. Wir konnten zwei Tage nicht aus dem Haus. Das ist vielleicht ein Gefuehl, sich nicht frei bewegen zu koennen und im eigenen Haus eingesperrt zu sein! Ein Umstand ueber den man ja sonst ueberhaupt nicht nachdenkt...

Die meisten Timoresen sind die Angst und die Zerstoerung leid. Sie wollen einfach nur in Frieden leben und dass es mit Timor aufwaerst geht. Sie hoffen auf die UN und die portugiesische und australische Armee, die im Land sind und den Frieden bewahren (sollen).

An das Militaer ueberall muss man sich auch erst einmal gewoehnen und an die vielen Hubschrauber, die vor allem nachts viel ueber Dili fliegen.

Timor an sich ist ein sehr schoenes Land und mir hat es echt gut gefallen. Die Zeit mit Andrea war toll und ich habe mich sehr gefreut sie wiederzusehen und ein Stueck an ihrem Leben teilhaben zu duerfen.

Sie wird ab Ende August fuer ein halbes Jahr in Deutschland sein.









Es gaebe noch so viel zu erzaehlen...aber es wird langsam zu lang :-).
Hier noch ein paar Eindruecke...









Ein timoresischer Friedhof.
Die Timoresen bauen kleine Haeuser fuer die Toten, damit die Seele nicht nass wird.

Auf dem Markt


Ein sogenannter Microlett, der oeffentliche Bus









Momentan bin ich wieder in Cairns und ueberlege, wie es fuer mich weitergeht.