Wednesday, July 04, 2007

bzw.Chili...

Montag hab ich also Tomaten geerntet...ein Horrorjob.
Ich hab echt Respekt vor den Leuten, die das staendig machen. Es gibt da so hauptberufliche fruit picker, die in ganz Australien rumreisen und nichts anderes machen, als irgendwelches Obst und Gemuese ernten.

Also Tomaten ging gar nicht.

Gestern und heute habe ich Chili geerntet. Das ist zwar auch anstrengend und geht ziemlich auf den Ruecken, ist aber machbar.
Heute habe ich acht Stunden lang gepflueckt und bin ziemlich k.o.
Ich weiss jetzt warum meine Oma so Rueckenprobleme hat (werde nie verstehen wie man so was freiwillig machen kann...Oma, du waerst allerdings stolz auf mich!!).

Jedenfalls ist es eine echt gute Erfahrung, wenn man sich ueberlegt, dass die Menschen frueher so ihr taeglich Brot verdient haben.

Im Moment wohne ich ja in einem sogenannten Workinghostel.
Die Menschen, die da einchecken, wollen arbeiten...meistens jedenfalls, wenn sie nicht gerade betrunken sind...
(also der Alkoholkonsum in den Hostels ist schon erschreckend. Vor allem wie viele junge Leute schon Alkoholiker sind und vor der Arbeit anfangen zu trinken).

Die Workinghostels haben meistens Vertraege mir den oertlichen Farmern. D.h. sie besorgen ihnen die Arbeiter, fahren sie zur Arbeit und holen sie auch wieder ab. Der Nachteil daran ist, dass man sich die Arbeit nicht wirklich aussuchen kann, sondern eingeteilt wird. Man kann schon sagen, dass man diese Arbeit nicht machen moechte, aber wenn es dumm laeuft hat man dann eben gar keine Arbeit.
Es ist auch schwierig, sich unabhaengig von den Hostels Arbeit zu suchen, da die Farmer an die Hostels gebunden sind und die Backpacker zuerst einstellen.

Also hoffe ich, dass ich noch ein paar Tage Chili ernten "darf", bevor es wieder zu den Tomaten geht (wo ich allerdings nicht dabei sein werde :-)).

Bis auf die Rueckenschmerzen geht es mir echt gut. Ich habe sehr viele gute Begegnungen und Gespraeche mit den Leuten, die ich so treffe, im Hostel oder beim Arbeiten.
Es ist immer lustig die Reaktion zu sehen, wenn mich Leute fragen, was ich studiert habe.
Das geht dann oft so:
Ich : "Theology"
Mein Gegenueber: "What, Biology?"
Ich: "No, theology"
Mein Gegenueber: "Psychologie?"
Ich: "No, theology"
Mein Gegenueber: "What's that?"

Ist also immer ein ganz interessanter Gespraechseinstieg...

2 Comments:

At 6:39 am, Anonymous Anonymous said...

Hallo liebe Sara,

schön, was von Dir zu lesen. Ich kann da gut mit Dir mitfühlen. Ich bin in der Lüneburger Heide aufgewachsen und da hat es viele Heidelbeer - und Erbeerplantagen. Ich glaube mein Rekord waren zwei Tage Heidelbeeren pflücken als Teenie. Dann hatte ich das Handtuch geschmissen. Die "Dinger" sind echt winzig und wir wurden nach EIMERN bezahlt. War schon frustrierend für mich als Teenie ..., zumal ich der einzige Deutsche neben hunderten von Polen war. Du Sara, wie eten voll für Dich und wünschen Dir alles, alles, alles ... Gute und Gottes fetten Segen!

Matthias

 
At 5:32 pm, Anonymous Anonymous said...

Vielen Dank! Das ist echt voll lieb (spuer ich auch immer wieder, all die Gebete...)!

 

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