Monday, July 23, 2007

Kurzer Rueck- und Ausblick

Da in Bundaberg die Internetverbindung so langsam war, konnte ich leider keine Bilder hochladen.
Das hole ich hiermit nach...

Hier meine room mates im workinghostel.
Ich finde es immer sehr spannend und interessant, die Leute kennenzulernen, mit denen man zusammen ein Zimmer teilt. Hier hatte ich total Glueck,
mit Cassian (links, aus Dtl.), Valerie und Fabian (Mitte und rechts :-) aus Frankreich), habe ich mich total gut verstanden.

Valerie hat mir geholfen mein Franzoesisch etwas aufzubessern, was ich allerdings nach einer Weile aufgegeben habe. Ich verstehe immer noch sehr viel, aber wenn es ans Reden ging, sind mir immer nur die englischen Worte eingefallen...vielleicht muss ich doch mal fuer laenger nach Frankreich...

Lena, ein sehr stilles aber total liebes Maedel,
lliebt das Meer und Surfen...

Ueber Tracey, die Cousine von Lena, musste ich immer wieder lachen. Sie hat einen so trockenen Humor. Manchmal war ich mir allerdings nicht sicher, was ernst gemeint war und was nicht.
Das ist manchmal generell nicht so einfach rauszuhoeren. Der Aussie Humor ist wirklich sehr trocken!

Jedenfalls hatten wir jede Menge Spass!

Affee, Connors kleiner Hund, macht wirklich alles mit.

Auch was Aussie-typisches: Marshmallows ueberm Feuer grillen.

Ja, und gestern bin ich also in Cairns angekommen, nach einer 21 stuendigen Busfahrt!
Da denkt man, wenn man auf die Karte schaut, man ist fast oben...von wegen!!

Eigentlich waren mehr stopps eingeplant, aber die Grippe kam wie gesagt dazwischen.
Bin immer noch ziemlich schlapp, aber es geht schon besser.

Morgen geht es dann nach Darwin und uebermorgen weiter nach Dili.
Bin schon soooo aufgeregt und gespannt was mich alles erwartet!

Wednesday, July 18, 2007

sickdays

Hab also die letzte Woche auf der besagten Farm namens Manera gearbeitet. Ich stand am Fliessband und habe die schlechten Tomaten aussortiert und vom "stock" (dem gruenen Zipfel) befreit.
War ganz ok die Arbeit. Man musste nur schnell sein und am Anfang war mir immer total schwindelig, weil hunderte von Tomaten an einem vorbeigerauscht sind und man acht Stunden lang nur auf eine Stelle gestarrt hat. Aber war auf jeden Fall besser als Tomaten ernten :-)

Eigentlich wollte ich schon auf dem Weg nach Cairns sein, aber ich bin Ende letzter Woche krank geworden und lag einige Tage flach. Hier geht gerade die Grippe rum und ich hab sie mir gleich mal eingefangen.
Ich fuehle mich zwar immer noch nicht fit, aber ich denke, ich werde am Freitag weiterziehen, weil ich am Dienstag von Cairns nach Indonesien fiege. Genauer gesagt nach Ost Timor.

Andrea Arnold, eine Freundin von mir, lebt dort und ich werde sie fuer zwei Wochen besuchen.
Ich freue mich schon sehr darauf und bin echt gespannt, wie sie so lebt und wie ihr Alltag aussieht. Sie arbeitet vor allem mit einheimischen Kindern und Jugendlichen.
Die Idee kam mir vor einer Weile und ich dachte, dass das eine einmalige Gelegenheit ist, da ich wahrscheinlich so schnell nicht wieder auf dieser Seite der Erdkugel sein werde und Indonesien von Australien aus gesehen ja quasi "um die Ecke" ist.

Ein bisschen kribbelig ist mir schon, da ich noch nie in einem so armen Land gewesen bin und die politische Lage dort im Moment auch nicht besonders stabil ist.
Aber es wird sicherlich eine sehr wertvolle Erfahrung...

Saturday, July 07, 2007

Wieder bei Lena

Lena hat eine Farm in ihrer Naehe ausfindig gemacht, wo sie evtl. Abeit haben.
Ich habe mich dort heute vorgestellt und kann tatsaechlich am Montag anfangen.
Das ist super, weil ich dann bei Lena wohnen kann und die Arbeit auch angenehmer ist. Ich packe in der Scheune irgendwelches Gemuese und werde stuendlich bezahlt.
Dann lohnt sich das direkt...beim Tomatenernten werde ich naemlich nicht reich, dafuer bin ich einfach zu langsam :-)

Wednesday, July 04, 2007

bzw.Chili...

Montag hab ich also Tomaten geerntet...ein Horrorjob.
Ich hab echt Respekt vor den Leuten, die das staendig machen. Es gibt da so hauptberufliche fruit picker, die in ganz Australien rumreisen und nichts anderes machen, als irgendwelches Obst und Gemuese ernten.

Also Tomaten ging gar nicht.

Gestern und heute habe ich Chili geerntet. Das ist zwar auch anstrengend und geht ziemlich auf den Ruecken, ist aber machbar.
Heute habe ich acht Stunden lang gepflueckt und bin ziemlich k.o.
Ich weiss jetzt warum meine Oma so Rueckenprobleme hat (werde nie verstehen wie man so was freiwillig machen kann...Oma, du waerst allerdings stolz auf mich!!).

Jedenfalls ist es eine echt gute Erfahrung, wenn man sich ueberlegt, dass die Menschen frueher so ihr taeglich Brot verdient haben.

Im Moment wohne ich ja in einem sogenannten Workinghostel.
Die Menschen, die da einchecken, wollen arbeiten...meistens jedenfalls, wenn sie nicht gerade betrunken sind...
(also der Alkoholkonsum in den Hostels ist schon erschreckend. Vor allem wie viele junge Leute schon Alkoholiker sind und vor der Arbeit anfangen zu trinken).

Die Workinghostels haben meistens Vertraege mir den oertlichen Farmern. D.h. sie besorgen ihnen die Arbeiter, fahren sie zur Arbeit und holen sie auch wieder ab. Der Nachteil daran ist, dass man sich die Arbeit nicht wirklich aussuchen kann, sondern eingeteilt wird. Man kann schon sagen, dass man diese Arbeit nicht machen moechte, aber wenn es dumm laeuft hat man dann eben gar keine Arbeit.
Es ist auch schwierig, sich unabhaengig von den Hostels Arbeit zu suchen, da die Farmer an die Hostels gebunden sind und die Backpacker zuerst einstellen.

Also hoffe ich, dass ich noch ein paar Tage Chili ernten "darf", bevor es wieder zu den Tomaten geht (wo ich allerdings nicht dabei sein werde :-)).

Bis auf die Rueckenschmerzen geht es mir echt gut. Ich habe sehr viele gute Begegnungen und Gespraeche mit den Leuten, die ich so treffe, im Hostel oder beim Arbeiten.
Es ist immer lustig die Reaktion zu sehen, wenn mich Leute fragen, was ich studiert habe.
Das geht dann oft so:
Ich : "Theology"
Mein Gegenueber: "What, Biology?"
Ich: "No, theology"
Mein Gegenueber: "Psychologie?"
Ich: "No, theology"
Mein Gegenueber: "What's that?"

Ist also immer ein ganz interessanter Gespraechseinstieg...

Sunday, July 01, 2007

Doch keine Erdbeeren...aber dafuer Tomaten!

So, also das mit der Erdbeerfarm war ein kleines Missverstaendnis.
Die Tante von Lena besitzt gar keine Farm...Lena arbeitet zwar auf einer, aber das ist nicht die der Tante und es gibt dort im Moment auch keine Arbeit mehr.

Aber mal von vorne:
Lena hat mich am Freitag vom Bus abgeholt und ich habe zwei Naechte bei ihr geschlafen,
bzw. bei ihrer Cousine, bei der sie gerade wohnt (die Tante habe ich auch kennengelernt :-)).

Ja und heute bin ich nach Bundaberg ins Hostel umgezogen, weil die da fuer einen Arbeit organisieren und einen sogar zu den Farmen hinfahren und auch wieder abholen, sehr praktisch. Sonst braeuchte man ein eigenes Auto.

Das wird also morgen sein. 5.45 ist Abfahrt! Und ich werde Tomaten ernten.
Bin schon maechtig gespannt und hoffe, dass es nicht allzu anstrengend wird.
Ich hab auf Tasmanien mal Knoblauch geerntet. Das habe ich allerdings nur einen Tag lang gemacht, war echt Horror...
Wohl dem, der was gescheites gelernt hat :-)

So long. C yas!